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Pokémon Go - Nützlich im Marketing?

Pokémon Go


Jeder konnte es in der Vergangenheit auf Deutschlands Straßen wahrnehmen – Menschenmengen laufen mit dem Handy in der Hand durch die Stadt und sind völlig fokussiert auf den Bildschirm. Der Grund hierfür liegt an der App „Pokémon GO“. Diese App bietet nicht nur seinen Nutzern großen Spielspaß, sondern könnte für Unternehmen als Marketing-Tool eingesetzt werden. Doch ist diese App wirklich die Möglichkeit für Investitionen um –langfristig betrachtet –den Umsatz steigern zukönnen?

Was ist Pokémon GO?

Pokémon GO ist eine Spiele-App für Smartphones. Bei diesem Spiel schlüpft man in die Rolle eines Pokémon-Trainers. Das Spiel basiert auf der damaligen Fernsehserie sowie den daraus entstandenen Nintendo Gameboy-Spielenvon Pokémon. Das Ziel ist es, so viele neue Pokémon wie möglich zu fangen, Eier auszubrüten und gegen andere Trainer in Arena-Kämpfen zu bestehen. Durch die Zusammenarbeit mit Google Maps, kann auf Basis des GPS-Signals der Standort des Spielers ermittelt werden. Dies sorgt für ein Spielerlebnis, welches auch als „Augmented Reality“ bezeichnet wird. Das bedeutet, dass durch die computergenerierten Informationen die tatsächliche Umgebung durch Einblendung von virtuellen Objekten ergänzt wird. Dem Spieler wird somit das Gefühl vermittelt, dass er auf der Straße tatsächlich Pokémon fangen kann.

Zu finden sind die Pokémon durch ein Zufallsprinzip. Jedoch sind viele Wasser-Pokémon in der Nähe von Flüssen oder Seen zu finden und in der Stadt finden Trainer häufig Tauben und Ratten. Des Weiteren können die Trainer so genannte „Pokéstops“ aufsuchen. An diesen erhalten sie Items wie Tränke, Eier zum Ausbrüten und Pokébälle. Diese Pokéstops befinden sich häufig an historischen oder gut besuchten Orten. Beispiele hierfür wären ein Bahnhof, ein Denkmal oder ein Marktplatz. Um gegenseitig seine Pokémon antreten lassen zu können, versammeln sich Trainer an einer so genannten Arena. Hier treten die Trainer mit ihren Pokémon gegeneinander an. Der beste Trainer wird letztendlich zu dem Arenaleiter.

Wie entstand der Hype um Pokémon GO?

Pokémon war bereits in den späten neunziger Jahren eines der beliebtesten Nintendo Gameboy Spielen. Doch damit nicht genug: es gab die Fernsehserie, Kinofilme, Sammelkarten, Kuscheltiere und noch viele weitere Dinge, die schon damals auf dem Pausenhof gesammelt und getauscht wurden. Das neue Aufleben des damaligen Spiele-und Serienklassikers und die deutlich gestiegene Nutzung von Smartphones, führte die App sehr schnell zu einem Boom. Die App löste bei vielen Kindheitserinnerungen aus und den Ehrgeiz alle Pokémon zu fangen und wie damals schon Ash Ketchum der beste Trainier zu werden. Bei vielen dominierte anfangs jedoch lediglich das Interesse diese App zu testen, da Pokémon GO eines der ersten Smartphone-Spiele ist, das den Standort des Nutzers ermittelt und er somit auf die Suche nach Pokémons in der echten Welt geschickt wird.

Pokémon GO als Marketing-Tool

Pokémon Go ist nicht nur ein spannendes Spielvergnügen für die Nutzer, sondern bietet Unternehmen auch Potential diese App als Marketing-Tool zu nutzen. Denn durch ein so genanntes „Lockmodul“ können an bestimmte Orte seltene Pokémon gelockt werden. Solch ein Lockmodul kann von dem App-Nutzer für 0,99 € in dem jeweiligen Download-Store erworben werden. Dieses Lockmodul hält insgesamt für 30 Minuten an. Dieses besondere Item lockt nicht nur seltene Pokémon an, sondern auch viele potentielle Kunden, wenn man das Lockmodul in der eigenen Filiale freigibt.

Doch das Lockmodul ist nur eines der Marketing-Maßnahmen für Unternehmen. Diese können auch an bestimmten Standorten dafür sorgen, dass ein Pokéstop gegen Bezahlung geschaffen wird. Bereits die ersten großen Unternehmen wie beispielsweise McDonalds haben einen Vertrag mit Nintendo beziehungsweise Niantic gemacht und bieten an unterschiedlichen Standorten einen Pokéstop an. Aufgrund des Google Maps basierten Spieles, sehen die Spieler wo in der Nähe ein Pokéstop aufzufinden ist, was dafür sorgt, dass bestimmte Orte von mehreren Personen aufgesucht wird. Ein Pokéstop in Verbindung mit speziellen Verkaufsaktionen kann schnell zu einer Umsatzsteigerung führen. Oft teilen Unternehmen die vorhandenen Items durch soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook mit, was auch wiederrum für mehr Aufmerksamkeit sorgt.

In Zukunft sollen immer mehr Unternehmen die Möglichkeit haben einen Pokéstop zu erwerben zu können. Hierbei gibt es allerdings deutliche Preisunterschiede. Denn erwirbt man als Unternehmen bessere Items die den Besuchern angeboten werden sollen bei einem Pokéstop, kostet das den Unternehmer mehr.

Durch den starken Akkuverbrauch konnten beispielsweise viele Elektrofachmärkte auch besondere verkaufsfördernde Maßnahmen generiert werden. Denn in der Vergangenheit wurde man immer häufiger aufmerksam auf Angebote für so genannte Powerbanks. Powerbanks sind transportable Ladegeräte, die an das Smartphone angeschlossen werden können. Diese ermöglichen den Spielern ein längeres Spielvergnügen. Es sind jedoch nicht nur Elektrofachmärkte die von dem Hype profitieren. Beispielsweise die Restaurantkette Nordsee bot seinen Gästen eine besondere Aktion an. Zeigte ein Besucher bei dem Kauf eines Produktes sein Trainer-Profil vor, bekam er ein Produkt gratis zu seinem Kauf dazu.

Von Pokémon GO zu Pokémon NO?

Zwei Monate nach dem Launch von Pokémon GO ebbt der Hype um die App langsam ab. Während im Juli 2016 noch fast 45 Millionen Menschen täglich Pokémon GO spielten, ist die Nutzerzahl seit Mitte August 2016 mehr als 15 Millionen Menschen gesunken. Nachweislich melden sich immer häufiger Nutzer ab oder die verbringen deutlich weniger in der App. Der Rückgang hat unterschiedliche Gründe. Einer der Gründe ist, dass häufig nur dieselben Pokémon auffindbar sind und es ab einem bestimmten Zeitpunkt immer schwerer wird ein Level aufzusteigen. Vielen Nutzern fehlte auch schnell die interaktive Kommunikation mit weiteren Trainern. Gewünscht wird beispielsweise eine Chatfunktion, die es ermöglicht Trainer in der Nähe kontaktieren zu können. Des Weiteren würden Trainerkämpfe unabhängig von einer Arena das Spiel für Nutzer interessanter machen.

Um das Spielerlebnis aufrecht zu erhalten werden unterschiedliche Produkte geplant und auf den Markt gebracht. Beispielsweise das Pokémon GO Plus-Armband. Das Armband verbindet sich per Bluetooth mit dem Handy und benachrichtigt durch Vibration und Lichtsignal über Ereignisse im Spiel. Dazu gehören beispielsweise Pokémon oder Pokéstops.

Fazit

Grundlegend bietet Pokémon GO Unternehmen die Möglichkeit die App als ein Marketing-Tool einzusetzen. Jedoch ist wichtig zu betrachten, dass der Hype um dieses Spiel schneller vorbei sein kann, als der Return on Investment.Denn auch die Rahmenbedingungen, wie beispielsweise die Jahreszeit, für das Spielen dieser App eine große Rolle. Der bevorstehende Winter wird in Deutschland dafür sorgen, dass die Spielhäufigkeit deutlich nachlässt. Für Unternehmen, die pünktlich zu dem Release Geld für Pokéstop sondern Lockmodul investiert haben, hat es sich in jedem Falle gelohnt. Derzeit ist es sicher ein netter Bonus für die Kunden, der Fokus sollte jedoch mittlerweile nicht mehr auf Pokémon gelegt werden. Jedoch verdeutlicht dieser Hype um eine Spiele-App, wie wichtig es ist immer auf dem Laufenden zu bleiben und Trends schnell zu erkennen.

 

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