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Employer Branding - Eine Arbeitgebermarke für Unternehmen

Employer Branding


Das Thema wird für Unternehmen im Kampf gegen den Fachkräftemangel immer wichtiger, denn Arbeitnehmer können Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt zunehmend transparenter vergleichen und sich den ihrer Meinung nach besten Arbeitgeber heraussuchen, um sich dort zu bewerben und zu arbeiten. Das Vergleichen der Arbeitgeber erfolgt heutzutage meist online über Arbeitgeberportale oder direkt über die Websites der Unternehmen. So müssen sich Unternehmen möglichst attraktiv gegenüber den potenziellen Bewerbern präsentieren aber auch die bestehenden Mitarbeiter durch reizvolle Angebote binden. Wie können also Unternehmen Employer Branding nutzen, um die besten Mitarbeiter zu gewinnen und die bestehenden Mitarbeiter zu binden?

Das Ziel von Employer Branding ist das Bilden einer Arbeitgebermarke. Dies ist eine vom Unternehmen gezielt gestaltete Art und Weise, wie es auf dem Arbeitsmarkt von potenziellen Arbeitnehmern wahrgenommen werden soll. Dabei ist es wichtig, dass sich das Unternehmen von anderen Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt möglichst positiv abhebt. Außerdem zählt das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter zum Employer Branding: Fühlen sich die Mitarbeiter wohl in ihrem Arbeitsumfeld? Was bietet der Arbeitgeber oder wie ist die Work-Life-Balance? Das sind alles Fragen, auf die Mitarbeiter im Unternehmen Wert legen.

Recruiting als erster Schritt

Ziel des Employer Branding ist es, durch effiziente Personalrekrutierung die Qualität der Bewerber dauerhaft zu steigern. Schon beim Recruitingprozess sollen die potenziellen Arbeitnehmer ein Zugehörigkeitsgefühl bekommen, sodass sie vom Unternehmen überzeugt werden. Dies beginnt beim Unternehmensauftritt auf Jobmessen oder online auf Karriereportalen, die in der digitalen Welt immer wichtiger werden. Unter anderem beim Auftritt auf Jobmessen spielt das Corporate Design eine wichtige Rolle für die Unternehmen. Hierbei kommt es darauf an, wie sich ein Unternehmen durch visuelle Kommunikation widerspiegelt. Dabei muss beispielsweise darauf geachtet werden, ob der Messestand einladend gestaltet ist und auch die Kleidung der Mitarbeiter am Stand spielt eine große Rolle, denn Kleider machen Leute und aus diesen Leuten besteht ein Unternehmen. Also muss auch ein Außenstehender erkennen können, wer dem jeweiligen Unternehmen angehört. Hier macht einheitliche Kleidung natürlich Sinn, denn auch durch Kleidung, die sich von anderer Firmenbekleidung absetzt und besonders heraussticht, hat das Unternehmen einen höheren Erkennungswert für Besucher, also auch für neue potenzielle Bewerber.

Motivation und Identifikation der Mitarbeiter

Die Motivation und Identifikation der bestehenden Mitarbeiter eines Unternehmens soll durch Incentive-Maßnahmen, also besondere Anreize, gesteigert werden. Außerdem ist Ziel des Employer Branding, in Bezug auf die Mitarbeiterbindung, dass qualifizierte und engagierte Mitarbeiter durch eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen und den Aufbau einer emotionalen Bindung langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Zu denen im Arbeitsvertrag festgeschriebenen Maßnahmen wie genügend Urlaubstage, Einfordern von Sonderurlaub (wenn notwendig), bezahlten Überstunden bzw. das Abfeiern von Überstunden, kommen noch einige Maßnahmen dazu, die einen attraktiven Arbeitsalltag schaffen sollen und wodurch sich einige Unternehmen von anderen abheben können.

Hierzu zählen Beispielsweise: Homeoffice, 4 anstatt 5 Arbeitstagen in der Woche, Unterstützung bei Weiterbildungen, kostenlose Getränke, Snacks und Obst am Arbeitsplatz, attraktiver Arbeitsort, kostenloser Eintritt ins Fitnessstudio, ansprechende Lounges für die Mittagspause, flexible Arbeitszeiten, Mitspracherecht und Mitarbeit an der Entwicklung des Unternehmens, flache Hierarchien, betriebliche Altersvorsorge, Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, betriebseigene Kindergärten, Dienst-Smartphone, Dienst-Laptop, Dienstwagen, etc.

Des Weiteren zählt Teambuilding zum Employer Branding. Dabei kommt es darauf an, dass die Mitarbeiter beispielsweise in Workshops die gemeinsamen Werte eines Unternehmens vermittelt bekommen und so das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt wird. Die Ziele, Rollen und Aufgaben werden transparent, sodass jeder Mitarbeiter weiß, was für eine Rolle er im Unternehmen hat und was seine Aufgabe ist. Alle Mitarbeiter, unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft, sollen ihr vollstes Potenzial entfalten können. Teambuilding Workshops sollen den Teamgeist und das WIR-Gefühl fördern und stärken. Auch interne Feiern, zum Beispiel Weihnachtsfeiern, Betriebsfeste, etc., tragen dazu bei, dass sich Mitarbeiter einem Unternehmen zugehörig fühlen. Am besten ist es, wenn Workshop und Firmenfeier miteinander verbunden werden. So bietet beispielsweise das LOFTHOUSE in Groß-Gerau die Teambuilding-Maßnahme „EAT & PLAY“ an, eine Kombination aus Buffet und einem Bowling-Billiard-Dart-Triathlon. Hierbei werden die Mannschaften zusammengewürfelt, sodass sich alle Mitglieder untereinander kennenlernen und ihre Teamstärke beweisen.

Um besser auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Unternehmen eingehen zu können, sollten regelmäßig Mitarbeiterumfragen durchgeführt werden. So erhält der Arbeitgeber ein aktuelles Stimmungsbild, das unter den Beschäftigen herrscht. Anschließend können Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet werden, sodass die Mitarbeiter sich noch wohler im Unternehmen fühlen und nicht zu anderen Firmen wechseln wollen.

Laut einer Umfrage der GWA (Gesamtverband Kommunikationsagenturen) in 2016 ist das wichtigste Kriterium für Arbeitnehmer bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers ein freundschaftliches Arbeitsklima, dicht gefolgt vom Kriterium der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Weitere Kriterien, die über 50% der Befragten als wichtig angaben, sind: Weiterbildungsmöglichkeiten, Vergütung, Qualität des Managements, Übernahme von Verantwortung, Freizeit, kreatives Umfeld, Attraktivität von Produkten und Dienstleistungen und Erfolg und Reputation des Unternehmens.

Viele dieser Kriterien finden sich in den Maßnahmen des Employer Branding wieder, wodurch sich also ein Unternehmen durch attraktive Angebote für Mitarbeiter von anderen Unternehmen abheben kann. Auch bei der Befragung der Unternehmen durch Hays (internationaler Personaldienstleister mit Tätigkeitsschwerpunkt Rekrutierung von Fach- und Führungskräften) in 2017, welche Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung geeignet wären, war das wichtigste Kriterium ein gutes Betriebsklima. Weiterhin zählten dazu flexible Arbeitszeiten, interessante Aufgaben, marktgerechte Entlohnung und Personalentwicklung.

Bei einer Umfrage der index Internet und Mediaforschung an Unternehmen in 2017, welche positiven Effekte sich nach der Einführung einer Arbeitgebermarke im Unternehmen ergeben haben, waren die zwei herausstechenden Antworten „eine größere Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen/bessere Mitarbeiterbindung“ und „bessere Kenntnis der Mitarbeiter von Werten und Zielen des Unternehmens“. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter sich mit ihrem Unternehmen identifizieren können. So tragen sie auch ein gutes Image nach außen, was wiederum potenzielle Bewerber auf das Unternehmen aufmerksam macht.

Was Unternehmen davon haben

Unternehmen können sehr von einem guten Employer Branding profitieren. Sie gewinnen dadurch die besten Mitarbeiter gegenüber ihrer Konkurrenz, da sich potenzielle Arbeitnehmer natürlich bei dem Unternehmen bewerben, dass für sie am attraktivsten ist. Außerdem herrscht eine geringe Fluktuation, da die Mitarbeiter, wenn sie sich in ihrem Unternehmen wohl fühlen, nicht in ein anderes wechseln wollen. Auch die Motivation und Loyalität der Mitarbeiter steigt. So sind motivierte Mitarbeiter weniger krank und bereit teilweise länger zu arbeiten oder schwierige Aufgaben zu meistern. Noch dazu kommt, dass die Mitarbeiter ein gutes Image nach außen tragen, was auch von den Kunden des Unternehmens wahr genommen wird.

Und wir?

Wir als Agentur gestalten Kampagnen zur Schaffung eines einheitlichen Brandings. Dies erarbeiten wir zusammen mit dem jeweiligen Unternehmen, damit die Werte bzw. die Marke des Unternehmens möglichst genau wiedergegeben werden kann. Wir bilden mit dem Unternehmen eine „Arbeitgebermarke“, mit der sich jeder Mitarbeiter identifizieren kann. Außerdem helfen wir die Arbeitgebermarke attraktiv nach außen zu bringen, damit das Unternehmen potenzielle neue Mitarbeiter gewinnen kann. Wir helfen auch beim Unternehmensauftritt bei Jobmessen und Karriereportalen, da die Online-Jobportale in der digitalisierten Welt immer wichtiger werden.

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