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Produkte durch Influencer Marketing bewerben

Influencer Marketing


Lisa und Lena - die zwei Zwillinge sind auf Instagram innerhalb kürzester Zeit zu echten Berühmtheiten geworden und begeistern täglich Millionen Fans. So stellt sich die Frage, wie Unternehmen vom Erfolg solcher Stars profitieren können?

Influencer Marketing setzt sich aus den zwei englischen Wörtern „Influence“ (beeinflussen) und „Marketing“ (Werbung) zusammen. Man bezeichnet es als eine Strategie, die in sozialen Netzwerken angewendet wird, um Werbebotschaften über reichweitenstarke Personen zu verbreiten. Das sind die sogenannten „Influencer“ (Meinungsmacher). Heutzutage Blogger und Social Media Persönlichkeiten, mit einer Vielzahl an Followern. Sie sollen potentielle Kunden positiv in ihrer Entscheidung beeinflussen, indem sie ihre Leidenschaft zu Produkten äußern und diese ohne werblichen Charakter „empfehlen“. Viele Menschen neigen dazu sich von ihrem Gegenüber überzeugen zu lassen, wenn sie ihn attraktiv und sympathisch finden. Deshalb ist es für die Unternehmen von großer Bedeutung den passenden Influencer und die dazugehörige Community zu finden, um das Produkt erfolgreich verkaufen zu können.

Vor- und Nachteile von Influencer Marketing

Die entscheidenden Vorteile der Marketing-Strategie bestehen zum einen daraus, dass durch die sogenannten Influencer eine deutlich persönlichere Art von Kommunikation zum Kunden aufgebaut wird, welche für Unternehmen nur schwer zu erreichen ist. Dies geschieht zum Beispiel durch lustige YouTube Videos oder coole Instagram Posts von bekannten Menschen, in denen sie neue Produkte vorstellen und die Fans dadurch schneller animiert werden diese zu kaufen. Durch die hohen Follower-Zahlen der jeweiligen Influencer ist auch eine besonders hohe Reichweitenstärke geboten. Da es für jede Produktgruppe (Kosmetik, Lifestyle, Mode, Sport etc) mehrere Influencer im Netz gibt, können Unternehmen gezielter Gruppen mit dem jeweiligen Interesse ansprechen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Erfolg der erzielt wurde, sehr schnell erkennbar ist – nämlich durch Likes und Kommentare. Eine Studie von A.T. Kearney berichtet, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen, durch gut laufende Verträge mit Influencern, eine Rendite von 100% und einige wenige sogar das 20- fache ihrer Investition erzielen können.

Doch nur weil ein Influencer viele Follower aufweist, heißt das noch lange nicht, dass dieser sich auch für eine Kooperation eignet. Es ist hauptsächlich wichtig, wie gut ein Meinungsmacher zur eigenen Markenidentität passt. Angenommen ein Kosmetikunternehmen sucht sich einen Influencer mit vielen Followern aber der falschen Thematik, wie zum Beispiel Fitness und Lifestyle aus, so kann es vorkommen, dass die dahinterstehende Community ganz und gar nicht davon begeistert ist plötzlich von deren Vorbild die neuen Lippenstifte von Mac oder das Testen einer neuen Mascara in einem Video zu sehen. So passiert es auch mal leicht, dass die Botschaft keine Wirkung zeigt oder sie falsch ankommt.

Beispiele aus der Praxis

Ein Beispiel, in dem Influencer Marketing ein Unternehmen und damit die verbundenen Produkte bekannter machte, war die Kooperation zwischen der Kosmetikmarke Clinique und Tavi Givenson, einer bekannten amerikanischen Bloggerin. Tavi schreibt unter anderem über Themen wie Mode und Lifestyle und wurde damit so erfolgreich, dass sie damals von der „Time Magazine“ zu den 25 einflussreichsten Teenagern der Welt gezählt wurde. Über die Reichweite die Tavi durch ihre Blogs erzielte und dem enormen Einfluss auf junge Frauen, konnte Clinique die Bekanntheit der Marke um ein Vielfaches steigern.

Ähnlich wie bei Tavi, ist der Erfolg der deutschen YouTuberin Bianca Heinicke auch genannt „Bibis Beauty Palace“. Sie betreibt seit 2012 einen YouTube Kanal, auf dem sie Videos mit den Themen Kosmetik, Mode und Lifestyle veröffentlicht. Mit über 4,5 Millionen Abonnenten gehört ihr Account zu den am häufigsten abonnierten deutschsprachigen Kanälen. Sogar auf Instagram hat sie durch ihre 5,3 Millionen Follower innerhalb wenigen Sekunden mehrere tausend Likes auf ein neu gepostetes Bild. Die Kooperation zwischen ihr und DM, war für die Filiale ebenso ein großer Erfolg. Bibi schafft es durch nur ein Video, tausende von jungen Mädchen den Laden stürmen zu lassen und ihren eigenen, selbst entworfenen Duschschaum leer kaufen zu lassen. Nicht zu vergessen, gehören die im Titel genannten Zwillinge Lisa und Lena ebenfalls zu den „Internetstars“. Innerhalb von einem Jahr, erreichten die zwei durch ihre Musikvideos, in denen sie ihre Lippen zu verschiedenen Songs bewegen, über 11 Millionen Follower. Die Reichweite des Star-Doubles nutzen Unternehmen aus und versuchen anhand der ihnen zugestellten Klamotten, von bestimmten Marken, die Fans zu deren Stil zu überzeugen und sie somit auch zu kaufen.

Was tun?

Um also wirklich eine hochwertige Weiterempfehlung eines Produktes von einem Influencer zu bekommen, sollte auf jeden Fall viel Zeit eingeplant und eine ordentliche Vorbereitung durchgeführt werden. Durch Influencer Marketing können Produkte emotional und authentisch an eine bestimmte Zielgruppe herangetragen werden. Von großem Vorteil ist das gerade in den hart umkämpften Märkten, denn entscheidend ist die Authenzität und Glaubwürdigkeit einer Kampagne. Wie bei jeder Form von Werbung darf ein genaues Konzept und eine gut durchdachte Strategie nicht fehlen. Das ist zeitaufwendig und dadurch sehr kostspielig. Außerdem müssen Influencer ihre Werbung immer kenntlich machen, egal ob in YouTube Videos oder Instagram Posts. Dies kann schnell in Vergessenheit geraten, wie man vor einigen Tagen in den Schlagzeilen über Rossmann lesen konnte.

 

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