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Welches soziale Netzwerk ist für mich das Richtige?

Soziale Netzwerke


Facebook, Xing, LinkedIn, Google+, Twitter, Instagram. Die Liste ist mittlerweile sehr umfangreich geworden, und fast wöchentlich kommen neue Alternativen hinzu. Doch wie präsentiert man sich mit seinem privaten Profil wo am besten? Und welche Netzwerke machen Sinn für wen? Wirklich drücken kann man sich kaum mehr um das Thema und vor der eigenen Präsenz. Anderseits sind viele dieser sozialen Netzwerke auch immer wieder in der Kritik wegen ihrer Datenschutzoptionen. Und “Das Web vergisst nicht” sollte wohl auch bereits genügend bekannt sein. Wie also nutzt man, insbesondere als im Geschäftsleben stehender Mensch, soziale Netzwerke am besten und was sollte man hier unbedingt beachten?

Xing und LinkedIn – Business as usual

Beginnen wir einmal mit den klassischen Businessnetzwerken Xing und LinkedIn. Insbesondere Xing ist mittlerweile in Deutschlands Firmen ein häufig genutztes Portal. Man kann hier “networken”, wie es auf Neudeutsch so schön heißt, seine Kontakte pflegen und erweitern und beispielsweise in Diskussionsboards zu verschiedensten, mehr oder weniger businesszentrierten, Themen aktiv sein. Dies ist zur Steigerung der eigenen Bekanntheit ein durchaus nicht zu verachtendes Instrument. Man kann hier beispielsweise durch fundierte Forenbeiträge positiv Eindruck machen. Dies kann jedoch bei exzessiver Nutzung auch rasch ins Gegenteil umschlagen. LinkedIn ist von Grundaufbau her ähnlich, allerdings noch immer stärker auf den englischsprachigen Raum und nicht auf Deutschland zentriert. Beide Netzwerke passen sich immer stärker Facebook und Co an. Ein aktueller Newsfeed, Beiträge liken und kommentieren – So nehmen die Interaktionen in den sozialen Netzwerken zu.

Durch Networken zum neuen Job

Für das Thema Recruiting, beziehungsweise als Jobbörse, sind XING und LinkedIn mittlerweile hoch relevant. Wer also auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist oder geeignete Bewerber sucht, sollte diesen Portalen durchaus Aufmerksamkeit schenken. Die Privatsphäre lässt sich relativ einfach kontrollieren, da man beispielsweise nur seine geschäftlichen Kontaktdaten angeben kann und auch diese nicht für jeden anderen einsehbar sein müssen. Der Nachteil ist jedoch, dass über XING und LinkedIn immer mehr Personen auf teurere, kostenpflichtigere Jobportale gelockt werden. So ist der Anteil an „Spam“ Beiträgen relativ hoch.

Zur Kasse bitte!

Beide Portale bieten Nutzern gute Kontaktmöglichkeiten, allerdings in beiden Fällen mit deutlichen Einschränkungen in der kostenlosen Version. Will man hier den vollen Funktionsumfang nutzen, so wird eine monatliche Nutzungsgebühr fällig. Es wird also hier das im Web mittlerweile verbreitete “Freemium”-Modell verwendet, bei dem ein gewisser Funktionsumfang kostenlos bereitgestellt wird, die volle Nutzung aber kostenpflichtig ist. Beide Plattformen sind in der kostenlosen Version allerdings so stark eingeschränkt, dass eine sinnvolle Nutzung erst als zahlender User möglich ist. Bei Xing beispielsweise schlägt die Premium-Mitgliedschaft mit 7,95 € im Monat zu Buche. LinkedIn hat eine Reihe verschiedener Preise je nach Bedürfnis und Funktionsumfang. Die Preise staffeln sich von 26,00 € im Monat bis 89,00 € im Monat.

Facebook - bekannt, beliebt, gehasst

Der Platzhirsch im Bereich “Social Networks” ist sicherlich Facebook. Weltweit rund 2 Milliarden Nutzer sprechen für sich. Nach neueren Studien nutzen 31 Mio. Menschen in Deutschland aktiv dieses soziale Netzwerk. Primär dient die Plattform zur Präsentation der eigenen Person im Web. Man kann Seiten “liken”, Posts von Freunden oder Fanpages kommentieren, verschiedenste Inhalte selbst posten, Veranstaltungen erstellen und sein soziales Netzwerk aufbauen. Prinzipiell also wie bei allen Social Networks. Das zentrale Feature von Facebook stellt die Zuordnung der Kontakte zu einzelnen Listen dar, mit denen Inhalte, sowohl zur Person, wie auch Beiträge, selektiv geteilt werden können. Hiermit ist durchaus eine Trennung zwischen “privaten” und “geschäftlichen” Kontakten möglich, allerdings sollte man die Einstellungen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Facebook und der Datenschutz

Facebook steht immer wieder in der Kritik, was die Datenschutz- bzw. Privatsphäreneinstellungen angeht. Hier wurde allerdings in letzter Zeit nachgebessert und es sind mittlerweile relativ umfassende Einstellungsmöglichkeiten zur Privatsphäre möglich, die allerdings nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sind. Insbesondere im Hinblick auf die Installation externer Anwendungen sollte man Vorsicht walten lassen, da diese immer in mehr oder weniger großem Umfang auf die Nutzerdaten zugreifen. Man wird bei Installation einer solchen Drittanwendung darauf hingewiesen, auf welche Nutzerdaten die Anwendung zugreift und es empfiehlt sich, dies auch genau zu lesen und zu entscheiden, ob man diese Anwendung nun installiert oder nicht.

Googles Antwort auf Facebook: Google+

Ein relativer Newcomer im Social Network- Bereich ist Googles eigenes Netzwerk Google+. Ursprünglich nur auf Einladung im Beta-Modus zugänglich, ist Google+ mittlerweile offen für alle. Aktuell rund 40 Millionen Nutzer weltweit sind allerdings noch weit von Facebook als userreichstem Netzwerk entfernt. Allerdings glänzt Google+ mit sehr transparenten Einstellungen zur Privatsphäre durch den Ansatz der “Kreise”, die eine einfache Kontrolle ermöglichen, welche Inhalte mit welchen Nutzern geteilt werden. Man findet sich bei Google+ auch aufgrund des geringeren Funktionsumfangs, allerdings auch aus Gründen des Designs sehr schnell und intuitiv zurecht. Im Gegensatz zu Facebook beispielsweise ist Google+ ein (noch) geschlossenes System, das keine Anwendungen externer Anbieter zulässt. Mit seinem Videokonferenzfeature (intern “hangout” genannt) hat Google+ ein relatives Alleinstellungsmerkmal, das so in dieser Form von bisher keinem anderen Netzwerk angeboten wird. Weiterhin sollte man die Plattform im Auge behalten, da Googles Suchalgorithmen zukünftig stärker auf dem “Social Network”-Bereich basieren werden als bisher. Der “+1” Button, mit dem man als Nutzer Inhalte teilen, bzw. sein Gefallen ausdrücken kann, wird zukünftig stärkeres Gewicht auf die Reihenfolge der Suchergebnisse haben. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund SEO interessant, und es empfiehlt sich, hier rechtzeitig präsent zu sein.

Der Versuch von Google ein eigenes soziales Netzwerk aufzubauen ist gescheitert. Es ist zwar noch existent, wird jedoch fast nicht mehr genutzt. Google Hangouts und das Gruppenfeature wurden durch Stand-Alone Apps Google Allo, ein Instant-Messaging-Dienst, und Google Duo, eine Videokonferenz-App, ersetzt. Wie lange Google+ noch besteht ist fraglich.

Wer-kennt-wen - einfach statt innovativ

WKW, beziehungsweise “Wer-kennt-Wen”, ist eines der deutschen Social Networks. Mittlerweile ist nur begrenzt einstellbar, man kann alle Tweets privat setzen, so dass man Leser erst bestätigen muss, hat allerdings keine Möglichkeit, individuelle Inhalte einzeln freizugeben oder nicht. Weltweit hat die Plattform mittlerweile mehr als 100 Millionen Nutzer, in Deutschland aktuell mehrere Hunderttausend. Anfangs wurde die Infrastruktur nur auf Englisch bereitgestellt, seit 2009 auch auf Französisch, Spanisch, Deutsch und Japanisch. Nach dem englischsprachigen Raum bildet Japan die zweitgrößte Usercommunity. In Deutschland scheint Twitter bis heute nicht richtig angekommen zu sein. Zwar wird es in einigen Segmenten, beispielsweise in Journalistenkreisen, recht intensiv genutzt, aber eine wirklich breite Nutzerbasis fehlt hierzulande. Auch die Erweiterung von Facebook um sogenannte “Abonnements” von Personen oder die “nur folgen” Funktion von Google+ bilden eine der Kernfunktionalität von Twitter sehr ähnliche Funktionalität.

Das soziale Netzwerk „Wer kennt Wen“, welches im Oktober 2006 erschien, wurde im April 2014 abgeschaltet. Nach dem Relaunch im Jahr 2013, mit neuen Funktionen und neuem Design, sollte es 2014 verkauft werden, da die Nutzerzahlen trotzdem deutlich sanken. Als jedoch kein neuer Investor gefunden wurde, wurde WKW eingestellt.

Vom Hype zum Problemfall - VZ-Netzwerke

Die “VZ”-Netzwerke mit dem Ursprung StudiVZ und mittlerweile flankiert von MeinVZ und SchülerVZ spüren diese Entwicklung in noch stärkerem Maße. Die Keimzelle StudiVZ, gedacht als Austauschplattform für Studenten, bei der man beispielsweise die eigenen Lehrveranstaltungen eintragen konnte, um sich mit anderen in der gleichen Veranstaltung auszutauschen, wurde zwecks Erweiterung der Nutzerbasis bald um die Netzwerke SchülerVZ mit Fokus auf Schülern, wie der Name schon sagt, und MeinVZ, dem VZ Netzwerk für alle, erweitert. Auch hier erstellt man sein persönliches Profil, kann Angaben über Interessen, Hobbys etc. einstellen und mit anderen in Kontakt treten. Bei den VZNetzwerken wurde lange Zeit der Trend zur Öffnung der Plattform für Drittanwendungen ignoriert, so dass die Plattformen stark als Insellösungen existieren. Mittlerweile sind die Netzwerke für Drittanwendungen geöffnet. Allerdings gibt es bei weitem nicht den Umfang an externen Anwendungen, wie ihn beispielsweise Facebook aufweist. Nach aktuellem Stand wurde die VZ-Gruppe an eine Investoren-Gruppe verkauft. Gerüchte besagen es handelt sich dabei um die Eigentümer des englischen Netzwerks Bebo. Der Holtzbrinck-Verlag übernahm die VZNetzwerke und ist seitdem auf der Suche nach einem monetarisierbaren Modell. Die Netzwerke standen immer wieder in der Kritik im Hinblick auf die Privatsphäreeinstellungen, haben hier zwar mittlerweile nachgebessert, aber unter anderem hierdurch deutlich User eingebüßt. Zwischenzeitlich waren die Netzwerke auch in anderen europäischen Ländern präsent, allerdings wurde dies inzwischen wieder eingestellt. Aus unserer Sicht sind diese Netzwerke eher als Auslaufmodell zu sehen.

Die VZ Netzwerke konnten mit Facebook nicht mithalten und wurden schon vor vielen Jahren weit überholt. StudiVZ bzw. MeinVZ sind noch erreichbar, werden jedoch fast nicht mehr genutzt. SchülerVZ hingegen wurde bereits im Jahr 2013 stillgelegt.

Instagram - die perfekte Inszenierung

Instagram ist 2010 erschienen und wurde 2012 von Facebook aufgekauft. Es ist ein soziales Netzwerk, auf dem die Nutzer Bilder und Videos teilen können. Diese können sie mit den vielen verschiedenen Bildbearbeitungsfiltern bearbeiten und auch auf anderen Netzwerken, wie z.B. Facebook, teilen. Relativ neu bei Instagram ist die Story-Funktion, mit der die Nutzer Fotos und Videos zu einer Slideshow zusammenstellen können, die dann für 24 Stunden sichtbar bleibt. Instagram hat weltweit über 800 Mio. Nutzer, wovon über 15 Mio. in Deutschland leben.

Die Welt in 280 Zeichen - Twitter

Etwas anders fokussiert als die bisher vorgestellten Netzwerke ist Twitter. Hier steht nicht die Präsentation des Users auf einer Profilseite im Fokus, sondern auf 280 Zeichen begrenzte Kurzmitteilungen der Nutzer. Erst Ende 2017 wurde die Grenze von 140 auf 280 Zeichen erhöht, da viele Nutzer ihre Gedanken nicht auf 140 Zeichen komprimieren konnten. Dies stieß allerdings auch auf Kritik, da so der „Twitter Charakter“ etwas verschwand. Im Kern ist der Ansatz bei Twitter aktuelle Nachrichten und Informationen, die durch User generiert werden, bereitzustellen. Insbesondere die ägyptische Revolution brachte das Netzwerk in den Fokus der Berichterstattung. Twitter ist ebenfalls weltweit präsent und hat mittlerweile eine breite Nutzerbasis, die allerdings aktuell nicht weiterwächst, sondern eher stagniert. In vielen Firmen hat Twitter mittlerweile im Bereich “Social Media” seinen festen Platz gefunden. Im privaten Bereich bietet Twitter insbesondere für Selbständige interessante Möglichkeiten der Präsenz. Die Privatsphäre ist nur begrenzt einstellbar, man kann alle Tweets privat setzen, so dass man Leser erst bestätigen muss, hat allerdings keine Möglichkeit, individuelle Inhalte einzeln freizugeben. Weltweit hat die Plattform mittlerweile mehr als 330 Millionen Nutzer, in Deutschland aktuell circa 12 Mio. Anfangs wurde die Infrastruktur nur auf Englisch bereitgestellt, seit 2009 auch auf Französisch, Spanisch, Deutsch und Japanisch. Nach dem englischsprachigen Raum bildet Japan die zweitgrößte Usercommunity. In Deutschland scheint Twitter bis heute nicht richtig angekommen zu sein. Zwar wird es in einigen Segmenten, beispielsweise in Journalistenkreisen, recht intensiv genutzt, aber eine wirklich breite Nutzerbasis fehlt hierzulande. Auch die Erweiterung von Facebook um sogenannte “Abonnements” von Personen oder die “nur folgen” Funktion von Google+ bilden eine der Kernfunktionalität von Twitter sehr ähnliche Funktionalität.

Welches Netzwerk für wen?

Dies einmal als Überblick der wesentlichen Alternativen, die aktuell zur Verfügung stehen. Auf kleinere “Exotennetzwerke” gehen wir hier nicht weiter ein, da wir uns auf die wesentlichen Marktteilnehmer konzentrieren. Die Frage bleibt nun, welches Netzwerk das richtige ist. Diese Frage lässt sich nicht final und eindeutig beantworten, was auch daran erkennbar ist, dass die meisten Nutzer nicht nur bei einem der angesprochenen Dienste präsent sind, sondern meist mehrere Profile bei den verschiedenen Anbietern aufweisen.

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